LERNEN MIT DEN PRÜFUNGSPROFIS

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Steuerberater

Hinweise zur Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Rechtliche Grundlage
Das Steuerberatungsgesetz in der jeweils gültigen Fassung.

Vorbildungsvoraussetzungen vgl. § 36 StBG

(1) Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung setzt voraus, dass der Bewerber

  1. ein wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium oder ein anderes Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen hat und
  2. danach praktisch tätig gewesen ist.
Die praktische Tätigkeit muss über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren ausgeübt worden sein, wenn die Regelstudienzeit des Hochschulstudiums nach Satz 1 Nr. 1 weniger als vier Jahre beträgt, sonst über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren. Wurde in einem Hochschulstudium nach Satz 1 Nr. 1 ein erster berufsqualifizierender Abschluss und in einem, einen solchen ersten Abschluss voraussetzenden, weiteren Hochschulstudium nach Satz 1 Nr. 1 ein weiterer berufsqualifizierender Abschluss erworben, werden die Regelstudienzeiten beider Studiengänge zusammengerechnet; Zeiten der praktischen Tätigkeit werden berücksichtigt, soweit sie nach dem Erwerb des ersten berufsqualifizierenden Abschlusses liegen.

(2) Ein Bewerber ist zur Steuerberaterprüfung auch zugelassen, wenn er
  1. eine Abschlussprüfung in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf bestanden hat oder eine andere gleichwertige Vorbildung besitzt und nach Abschluss der Ausbildung zehn Jahre oder im Falle der erfolgreich abgelegten Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt sieben Jahre praktisch tätig gewesen ist oder
  2. der Finanzverwaltung als Beamter des gehobenen Dienstes oder als vergleichbarer Angestellter angehört oder angehört hat und bei ihr mindestens sieben Jahre als Sachbearbeiter oder in mindestens gleichwertiger Stellung praktisch tätig gewesen ist.
(3) Die in den Absätzen 1 und 2 geforderte praktische Tätigkeit muss sich in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden auf das Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern erstrecken.

(4) Nachweise über das Vorliegen der in den Absätzen 1 bis 3 genannten Voraussetzungen sind nach Maßgabe der Bestimmungen des amtlichen Vordrucks zu erbringen, der gemäß § 158 Nr. 1 Buchstabe a eingeführt worden ist. Der Bewerber hat diese Unterlagen seinem Antrag auf Zulassung zur Prüfung beizufügen.

Verbindliche Auskunft

Der Bewerber kann laut § 7DVStB vom Zulassungsausschuss eine verbindliche Auskunft beantragen. Gegen eine Gebühr von 200,00 € erhält er eine schriftliche Auskunft . Dies entspricht der Gebühr für den Zulassungsantrag, so dass es in der Regel sinnvoller ist einen solchen zu stellen.

Gebühren

Die Gebühr für die Bearbeitung des Zulassungsantrages zur Steuerberaterprüfung beträgt 200,00 €. Die Prüfungsgebühr beträgt gemäß § 39 Abs. 2 StBerG 1.000,00 € und ist bis zu einem von der zuständigen Steuerberaterkammer zu bestimmenden Zeitpunkt zu entrichten.