Analyse der Ergebnisse der Steuerberaterprüfung

Einblicke. Trends. Erfolgsfaktoren.

Steuerberaterprüfung: die Zahlen, die Mut machen

2.255 sind seit diesem Jahr Steuerberater

Die Zahlen zur Steuerberaterprüfung – und was sie über die eigenen Chancen sagen. #ichwerdestb

Sechs Prüfungsjahrgänge von 2020/2021 bis 2025/2026, ausgewertet nach den amtlichen Statistiken. Antippen oder mit der Maus darüberfahren zeigt die Details zu jedem Wert.

2.255neue Steuerberater im Jahrgang 2025/2026
50,2 %bestehen die Prüfung
5.801wollten es zuletzt wissen
93,7 %bestehen die mündliche Prüfung

Wie der Weg dahin aussieht, zeigen wir im kostenfreien Info-Abend – Zulassung, Zeitplanung, Klausurtechnik.

So viele wollen in die Prüfung

Die Zahl der Zulassungsanträge erreicht im Jahrgang 2025/2026 den höchsten Wert der letzten sechs Jahre. Der Weg zum Titel ist gefragt wie nie – der Tiefpunkt 2020/2021 fällt in die Coronapandemie.

4.800 5.000 5.200 5.400 5.600 5.800 6.000 5.009 2020/2021 5.635 2021/2022 5.097 2022/2023 5.525 2023/2024 5.525 2024/2025 5.801 2025/2026 4.914 davon zugelassen 5.519 davon zugelassen 5.007 davon zugelassen 5.437 davon zugelassen 5.435 davon zugelassen 5.706 davon zugelassen
4.800 5.200 5.600 6.000 5.009 20/21 5.635 21/22 5.097 22/23 5.525 23/24 5.525 24/25 5.801 25/26 4.914 davon zugelassen 5.519 davon zugelassen 5.007 davon zugelassen 5.437 davon zugelassen 5.435 davon zugelassen 5.706 davon zugelassen

Zulassungsanträge im Bundesgebiet. Ausschnitt der Skala ab 4.800.

Jede/r Zweite besteht – und das bleibt stabil

58,4 %bester Jahrgang: 2021/2022
51,3 %Durchschnitt der letzten drei Jahrgänge
2.255Bestandene allein im letzten Jahrgang
0 % 20 % 40 % 60 % 48,5 % 2020/2021 58,4 % 2021/2022 45,1 % 2022/2023 51,6 % 2023/2024 52,1 % 2024/2025 50,2 % 2025/2026 1.815 bestanden 2.538 bestanden 1.750 bestanden 2.171 bestanden 2.242 bestanden 2.255 bestanden
0 % 20 % 40 % 60 % 48,5 % 20/21 58,4 % 21/22 45,1 % 22/23 51,6 % 23/24 52,1 % 24/25 50,2 % 25/26 1.815 bestanden 2.538 bestanden 1.750 bestanden 2.171 bestanden 2.242 bestanden 2.255 bestanden

Bestehensquote im Bundesgebiet, bezogen auf alle, die die schriftliche Prüfung vollständig abgelegt haben.

Seit drei Jahren liegt die Quote eng beieinander: 51,6 Prozent, 52,1 Prozent, zuletzt 50,2 Prozent. Die Prüfung ist planbar schwer, aber sie ist keine Lotterie – wer vorbereitet antritt, startet mit realistischen Chancen.

Welche Klausur die schwerste ist? Kommt auf das Jahr an

An den drei Prüfungstagen wird keine Mindestnote verlangt. Entscheidend ist allein die Gesamtnote aus allen drei Klausuren – ein schwacher Tag lässt sich durch die beiden anderen ausgleichen.

Achtung, Reform. Dieser Ausgleich könnte entfallen. Ab 2028 soll die Prüfung modularisiert werden: Jede Klausur wäre dann für sich zu bestehen, bestandene Klausuren sollen bis zu vier Jahre gültig bleiben, die Zahl der Versuche soll unbegrenzt werden. Verbindlich ist davon noch nichts – es liegen Entwürfe des Bundesfinanzministeriums vor, die maßgebliche Prüfungsordnung fehlt. Wie der Notenausgleich am Ende geregelt wird, steht damit noch nicht fest. Für die Prüfungen 2026 und 2027 gilt das bisherige Recht; allein die unbegrenzte Wiederholbarkeit soll bereits 2027 greifen.

Alles zur Modularisierung

0 % 25 % 50 % 75 % 100 % Ertragsteuerrecht 67,4 % Verfahrensrecht u. a. 61,4 % Buchführung und Bilanzen 57,2 % 2020/2021 bis 2023/2024: 65,5 bis 67,4 % 2020/2021 bis 2023/2024: 53,5 bis 62,0 % 2020/2021 bis 2023/2024: 46,5 bis 79,5 %
Ertragsteuerrecht 67,4 % Verfahrensrecht u. a. 61,4 % Buchführung und Bilanzen 57,2 %

Anteil mit Note 4,5 oder besser, Jahrgang 2023/2024. Bundesweite Notenspiegel für 2024/2025 und 2025/2026 liegen noch nicht vor.

Entscheidend ist, wie eng es zugeht: Im Jahrgang 2023/2024 landete in jeder der drei Klausuren fast jede zweite Arbeit auf der Note 4,5 oder 5,0 – im Verfahrensrecht 52,7 Prozent, in Buchführung und Bilanzen 52,6 Prozent, im Ertragsteuerrecht 45,5 Prozent. Zwischen bestanden und nicht bestanden liegt bei diesen Arbeiten eine halbe Note, also eine Handvoll Punkte.

Klausurtraining ist das A und O. Fachwissen allein holt diese Punkte nicht. Sie entstehen im Aufbau der Lösung, in der Schwerpunktsetzung und vor allem im Zeitmanagement über sechs Stunden. Wer regelmäßig vollständige Klausuren unter Prüfungsbedingungen schreibt und korrigieren lässt, weiß am Prüfungstag, wie sich der eigene Stand anfühlt – und tritt seltener grundlos zurück. Keine Klausur ist dabei verlässlich die leichte: Buchführung und Bilanzen schwankte in vier Jahrgängen zwischen 46,5 und 79,5 Prozent.

Zum Klausurenkurs

Ein Rücktritt ist kein Durchfallen

570traten vor der Prüfung zurück
645brachen während der Prüfung ab
0Versuche werden dabei verbraucht

Nach § 21 Abs. 1 DVStB kann bis zum Ende der Bearbeitungszeit der letzten Aufsichtsarbeit zurückgetreten werden – durch Erklärung gegenüber der Steuerberaterkammer oder dem Aufsichtsführenden. Als Rücktritt gilt auch, wer zu einer der Aufsichtsarbeiten nicht erscheint. Die Prüfung gilt dann als nicht abgelegt und verbraucht keinen der Versuche; nach § 21 Abs. 2 DVStB ist sie allerdings vollständig zu wiederholen, auch bereits geschriebene Klausuren.

Anders liegt es in der mündlichen Prüfung: Wer dort nicht teilnimmt, dem wird die Prüfung nur dann nicht angerechnet, wenn ein nicht zu vertretender Grund vorliegt; eine Erkrankung ist auf Verlangen durch amtsärztliches Zeugnis nachzuweisen (§ 30 Abs. 1 DVStB).

Rund jeder Fünfte tritt zurück – oft, weil sich die eigene Leistung mitten in der Klausur kaum einschätzen lässt. Genau das lässt sich vorher trainieren.

Unsere Lehrgänge im Überblick

Was den Unterschied macht

Die Bestehensquoten unterscheiden sich stark nach Vorbildung. Der entscheidende Punkt: Was die erfolgreichen Gruppen auszeichnet, ist nicht Talent, sondern systematisch aufbereitetes Wissen – und das lässt sich lernen.

0 % 25 % 50 % 75 % 100 % Finanzverwaltung 83,6 % Studium, 2 Jahre Praxis 54,9 % Studium, 3 Jahre Praxis 53,5 % Steuerfachwirte 50,0 % Bilanzbuchhalter 34,9 % Ohne Studium, 8 Jahre Praxis 20,6 % 183 von 219 bestanden 1.011 von 1.843 bestanden 768 von 1.435 bestanden 304 von 608 bestanden 58 von 166 bestanden 32 von 155 bestanden
Finanzverwaltung 83,6 % Studium, 2 Jahre Praxis 54,9 % Studium, 3 Jahre Praxis 53,5 % Steuerfachwirte 50,0 % Bilanzbuchhalter 34,9 % Ohne Studium, 8 Jahre Praxis 20,6 %

Bestehensquote nach Vorbildung, Jahrgang 2023/2024.

Praxis plus Struktur schlägt Praxis allein. Steuerfachwirte bestehen zu 50 Prozent und damit fast so häufig wie Absolventen eines Studiums. Der Unterschied zur Gruppe ohne Fortbildung liegt in der systematischen Aufbereitung des Stoffs – genau dafür gibt es Vorbereitungskurse.

Genau das leisten unsere Lehrgänge: den Stoff strukturieren, Klausuren unter echten Bedingungen üben, Lücken früh schließen.

Alter ist kein Urteil

Die folgenden Quoten werden oft falsch gelesen. Die Gruppen an den Rändern sind sehr klein: Unter 25 Jahren sind es 123 Teilnehmer, über 50 Jahren 54 – gegenüber 2.323 Teilnehmern zwischen 25 und 30. Und hinter den Werten steht nicht das Alter selbst, sondern das, was sich mit den Jahren ansammelt: Wiederholungsversuche, der Zugang ohne Studium und vor allem weniger freie Lernzeit neben Job und Familie.

0 % 25 % 50 % 75 % 100 % unter 25 86,2 % 25 bis 30 62,6 % 31 bis 35 39,6 % 36 bis 40 33,6 % 41 bis 45 27,0 % 46 bis 50 14,9 % über 50 11,1 % 106 von 123 bestanden 1.455 von 2.323 bestanden 402 von 1.016 bestanden 131 von 390 bestanden 58 von 215 bestanden 13 von 87 bestanden 6 von 54 bestanden
unter 25 86,2 % 25 bis 30 62,6 % 31 bis 35 39,6 % 36 bis 40 33,6 % 41 bis 45 27,0 % 46 bis 50 14,9 % über 50 11,1 %

Bestehensquote nach Lebensalter, Jahrgang 2023/2024.

Was sich beeinflussen lässt, ist die Lernzeit. Ein fester Lernplan, Klausurentraining und eine Struktur, die sich neben dem Beruf durchhalten lässt, wirken in jeder Altersgruppe – anders als das Geburtsjahr.

Der nächste Schritt

In den kostenfreien Info-Abenden zur Steuerberaterprüfung geht es genau um die Fragen, die hinter diesen Zahlen stehen: Zulassung, Zeitplanung, Klausurtechnik und die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist.

Datengrundlage: Steuerberaterkammer Hessen, Bundessteuerblatt I 2025, Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe sowie DStR 2024, 2396. Stand: September 2026.

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Roland Klosa
Geschäftsführer
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